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Apple WWDC 2020

WWDC 2020 ohne Entwickler vor Ort.

Die WWDC fand dieses Jahr auf Grund von COVID-19 ohne die zahlreichen Entwickler statt. So wurden vorproduzierte Videos gestreamt und die Workshops werden nun auch online abgehalten. Einen Vorteil hat das ganze. Man muss nun nicht mehr horende Summen zahlen um in die USA zu fliegen und außerdem sind die Wokshops kostenlos für Alle Interessierten verfügbar.

Was wurde denn nun auf dem WWDC 2020 vorgestellt? Viele kleine und große Neuerungen. Doch fangen wir mit iOS an. iOS 14 wurde vorgeführt und näher erklärt. Hier nun eine kleine Übersicht der wichtigsten Neuerungen.

Apple iOS 14

Widgets

Endlich sind sie da, iOS 14 wird wie bereits von Android seit der Version 1.5 (Cupcake – 2009) bekannt, das Plazieren von Widgets auf dem Homescreen ermöglichen. 

„intelligente“ Ordner

Die letzte Seite auf dem Homescreen ist nun einer Ansammlung von „intelligenten“ Ordner vorbehalten. Diese zeigen z.B. zuletzt heruntergeladene oder thematisch gruppierte Apps an.

Bild in Bild

Erstmals können Videos aus einer App auch als Überlagerung beim wechseln der Apps weiterhin angezeigt werden. Auch diese Technik ist von anderen Herstellern bereits seit Jahren bekannt.

Updates für Apple Maps

Jetzt kann man sich auch mit dem Fahrrad navigieren lassen und bekommt Höhenunterschiede sowie Informationen für die Strecke z.B. eine Treppe auf dem Weg angezeigt.

iMessage

In Gruppen können nun auch Bilder für die Gruppe vergeben werden. Außerdem ist es nun möglich auf eine Nachricht direkt bezug zu nehmen und Personen zu erwähnen.

minimalistischwes GUI

Anrufe werden jetzt lediglich als eine Art Leiste angezeigt, anstatt den gesamten Bildschirm zu füllen.

Siri wird nicht mehr wie zuvor als Vollbildanwendung gestartet und unterbricht dadurch auch nicht mehr den Arbeitsfluss.

  • Widgets

  • „intelligente“ Ordner

Die hier genannten und vorgestellten Funktionen reißen keinen mehr im Jahre 2020 vom Hocker, doch ist es schön zu sehen, dass auch Apple sich langsam bewährten Funktionen über öffnet. Somit wird die Nötigkeit eines Jailbreaks um Funktionen nachzurüsten immer geringer.

Was natürlich auch nicht fehlen darf ist OS X. Was sich beim Mac-OS getan hat haben wir hier zusammengefasst.

Apple OSX BigSur

BigSur Redesign

Laut Apple handelt es sich bei BigSur um das umfangreichste Designupdate seit der Einführung von Mac OS X. Die Navigation innerhalb der Anwendungen soll bequemer und leichter werden. Icons wurden komplett neudesignt um sich noch besser in das Ökosystem von Apple zu integrieren. Widgets finden auch in OS X Einzug.

Control Center

Das von iOS bekannte Kontrollzentrum findet nun auch bei seinen Weg in OS X. 

iOS und iPAD Apps

Apps von den mobilen Derivaten können nun auf dem Mac gestartet werden inklusiver variabler Fenstergrößen und Menüs.

Safari

Safari soll schneller und sicherer werden. Der neue Privacy Report Button soll z.B. Informationen über „abgegriffene“ Daten zur Verfügung stellen. Tabs wurden neu gestatlet und mit zusätzlichen Funktionen versehen, wie dem Schließen aller Tabs rechts von einem ausgewählten Tab.

Messages

Auch bei OS X ist die Nachrichten App komplett überarbeitet worden. 

  • BigSur neues Design

  • Kontrollzentrum in BigSur

  • Mehr Fokus auf Sicherheit

Insgesammt aktualisiert Apple seine Produkte mit nützlichen Funktionen, auch wenn viele dieser Funktionen alles andere als neu und innovativ sind. Was man Apple jedoch lassen muss, sie adaptieren Features meist mit einem sehr angenehmen Feinschliff. Es wirkt alles stimmig und aufgeräumt. Ob Ideen wie die App Slices (Grundfunktionen von Apps ohne die gesamte App laden zu müssen) sich jedoch durchsetzen bleibt abzuwarten. Google hatte diesen Versuch bereits gestartet, ist jedoch an der Akzeptanz der Entwickler gescheitert.

iPhone als Autoschlüssel

Dieses Feature betrachten wir als gewagt. So soll es bei neueren Autos demnächst möglich sein die Autoschlüssel zuhause zu lassen und das Fahrzeug mit dem iPhone zu entsperren und zu starten. Klingt gut ist aber sicherhehtistechnisch ein Alptraum. Bis jetzt sind Autoschlüssel mehr oder weniger individualarbeiten der einzelnen Hersteller. Somit hätte man einen single point of failure. Soll heißen, fällt die Technologie einem Angreifer in die Finger und bricht zusammen, hätte dies unmittelbar Auswirkungen auf alle Fahrzeuge, die mit einem solchen System ausgestattet sind. Und wie oft man Firmwareupdates auf seinem Auto installiert wissen wir alle nur zu gut.

Trotzdem ist das Feature interessant, da die Weitergabe der Schlüssel via iMessage an andere mit konfigurierbaren Rechten möglich sein soll. So könnte man z.B. den Kindern einen Zugriff auf das Fahrzeug mit eingeschränkten Geschwindigkeiten ermöglichen.

Doch genau hier klinglen bei uns auch wieder die Alarmglocken, was wenn die Weitergabe der Schlüssel kompromitiert wird. Was wenn ein Angreifer mir die Rechte entzieht? Bleibt abzuwarten, wieviele Hersteller auf diesen zug mit aufspringen und wie lange diese Technologie in der freien Wildbahn überlebt.

Fazit

Ein WWDC mit vielen Neuerungen und guten Ideen. Endlich kommen auch Apple User in den Genuss von alt bekannten Features anderer Hersteller und ein Jailbreak wird wieder ein kleines Stück unnötiger. Wie gut die Features bei den Nutzern ankommen und wie effizient sie von den Entwicklern unmgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch eins, wir sehen Bewegung in der Apple-Welt.

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